Olympiastadion
Das Olympiastadion ist das Herzstück des Münchner Olympiaparks und eines der wichtigsten Bauwerke der Nachkriegsmoderne. Für die Olympischen Spiele 1972 entwarfen Behnisch & Partner ein offenes Stadion unter dem berühmten Zeltdach von Frei Otto und seinem Team. Fußball, Leichtathletik und später große Konzerte machten die Arena über Jahrzehnte zu einer der bekanntesten Veranstaltungsstätten Deutschlands.
Olympiastadion auf einen Blick
- Lage
- Im Zentrum des Olympiaparks
- Eröffnung
- 1972 für die Olympischen Sommerspiele
- Architektur
- Stadion von Behnisch & Partner, Zeltdach mit Frei Otto und weiteren Ingenieuren
- Besuch
- Zugang und Führungsangebote hängen vom Veranstaltungs- und Betriebsstatus ab
- Zeitbedarf
- Etwa 30 Minuten für Außenansichten, 1 bis 2 Stunden mit Parkführung
Was erwartet Sie am Olympiastadion?
Das Stadion liegt nicht als isolierter Baukörper im Park. Tribünen, Gelände und Zeltdach wurden so in die Landschaft eingebettet, dass Architektur und Park ineinander übergehen.
Das transparente Dach war 1972 ein radikales Gegenbild zu schwerer Monumentalarchitektur. Es sollte Leichtigkeit, Offenheit und demokratische Modernität ausstrahlen.
Von Olympia zu Fußball und Konzertgeschichte
Nach den Spielen wurde das Stadion zur großen Fußballarena Münchens. Der FC Bayern und der TSV 1860 spielten hier über Jahrzehnte, bevor beide später andere Stadien nutzten.
Zugleich entwickelte sich das Olympiastadion zu einer bedeutenden Konzertbühne. Internationale Künstler traten hier auf, und die Anlage wurde damit weit über den Sport hinaus Teil der Münchner Kulturgeschichte.
Besonders sehenswert sind:
- das Zeltdach aus der Nähe
- die abgesenkte Stadionform
- der Übergang zwischen Tribüne und Parklandschaft
- Blicke vom Olympiaberg
- die Verbindung zum übrigen Olympiapark
Architektur verstehen statt nur Stadion anschauen
Am besten erschließt sich das Olympiastadion im Zusammenhang mit dem gesamten Park. Führungen durch den Olympiapark erklären Tragwerk, Landschaftsplanung und die Idee der „heiteren Spiele“.
Wer die historische Dimension vertiefen möchte, findet unter Olympia 1972 in München den politischen und erinnerungskulturellen Kontext.
Das Olympiastadion verschwindet teilweise in der Landschaft
Große Teile der Tribünen liegen abgesenkt im Gelände. Dadurch wirkt das Stadion trotz seiner Größe weniger massiv als klassische Arenen.
Das Zeltdach übernimmt die sichtbare Hauptrolle: leicht, transparent und über den Park gespannt. Genau diese Gestaltung machte den Bau 1972 zu einem bewussten Gegenbild autoritärer Repräsentationsarchitektur.
In der Nähe
Im Olympiapark liegen mehrere starke Ziele so nah beieinander, dass sich ein halber oder ganzer Tag leicht füllen lässt.
Olympiaberg
ca. 10 Min. zu Fuß
Vom Hügel öffnet sich einer der besten kostenlosen Blicke auf Stadion, Zeltdach und die Münchner Skyline.
OlympiabergOlympiadorf
ca. 15 Min. zu Fuß
Die Wohnanlage der Spiele von 1972 zeigt eine ganz andere Seite der damaligen Architektur- und Stadtplanung.
OlympiadorfBMW Welt und BMW Museum
ca. 15 Min. zu Fuß
Nördlich des Parks verbinden BMW Welt, Museum und der markante Vierzylinder Automobilgeschichte mit moderner Architektur.
BMW Welt und BMW Museum
Häufige Fragen zum Olympiastadion
Der Park selbst ist leicht zugänglich. Für Innenbereiche und Führungen sollten Besucher den Betriebsstatus vorab prüfen.
Kann man das Olympiastadion besichtigen?
Grundsätzlich gibt es Führungen und Besuchsangebote im Olympiapark. Welche Stadionbereiche zugänglich sind, hängt vom jeweiligen Betriebsstatus ab.
Wann wurde das Stadion eröffnet?
1972 zu den Olympischen Sommerspielen.
Wer entwarf das Olympiastadion?
Das Stadion entstand unter der Leitung von Behnisch & Partner; das berühmte Zeltdach wurde gemeinsam mit Frei Otto und weiteren Fachplanern entwickelt.
Hat der FC Bayern dort gespielt?
Ja. Der FC Bayern trug von 1972 bis zum Umzug in die Allianz Arena 2005 seine Heimspiele im Olympiastadion aus.
Wo sieht man das Stadion am besten von oben?
Vom Olympiaberg bietet sich ein besonders guter kostenloser Überblick.