Chinesischer Turm
Der Chinesische Turm ist eines der bekanntesten Bauwerke im Englischen Garten. Der rund 25 Meter hohe, fünfgeschossige Holzturm entstand bereits in der Frühzeit des Parks und orientiert sich an europäischen Vorstellungen chinesischer Pagodenarchitektur des 18. Jahrhunderts. Rundherum liegen Biergarten, historisches Kinderkarussell und weite Parkwege.
Chinesischer Turm auf einen Blick
- Lage
- Im Südteil des Englischen Gartens
- Zugang
- Außenansicht frei; der Turm selbst ist regulär nicht als Aussichtsturm geöffnet
- Eintritt
- Kostenlos
- Zeitbedarf
- Etwa 20 bis 30 Minuten als Parkstopp, länger mit Biergartenpause
- Besonders
- Fünfgeschossiger Holzturm, Biergarten, Kinderkarussell und zentrale Lage im Park
Was erwartet Sie am Chinesischen Turm?
Der Turm wurde zwischen 1789 und 1791 nach Plänen von Joseph Frey durch Johann Baptist Lechner errichtet. Er gehört damit zur ersten Generation von Parkbauten des Englischen Gartens.
Seine Form greift die europäische Chinoiserie des 18. Jahrhunderts auf. Es handelt sich also nicht um eine authentische chinesische Pagode, sondern um eine europäische Fantasie von ostasiatischer Architektur.
Mittelpunkt des südlichen Englischen Gartens
Schon früh entwickelte sich rund um den Turm ein gesellschaftlicher Treffpunkt. Die nahe Gaststätte und spätere Biergartentradition machten den Ort zu einem der belebtesten Bereiche des Parks.
Heute gehören zum unmittelbaren Umfeld:
- großer Biergarten
- historisches Kinderkarussell
- Rumfordschlössl in kurzer Entfernung
- Wege Richtung Monopteros und Kleinhesseloher See
Der ursprüngliche Turm wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. 1952 wurde die heutige Rekonstruktion eröffnet.
Kein Aussichtsturm mehr
Historisch war der Turm begehbar und bot Aussicht über den Park. Heute dient er vor allem als Wahrzeichen und Musikstandort; ein regulärer touristischer Aufstieg ist nicht vorgesehen.
Wer Aussicht sucht, erreicht den Monopteros in kurzer Gehweite.
Der Turm erzählt mehr über Europa als über chinesische Architektur
Im 18. Jahrhundert waren idealisierte ostasiatische Formen in europäischen Parks sehr beliebt. Pagodendächer und exotische Motive galten als bewusst fremdartige Staffage.
Der Chinesische Turm ist deshalb ein gutes Beispiel dafür, wie Gartenkunst historische Vorstellungen von anderen Kulturen in Architektur übersetzte.
In der Nähe
Der Chinesische Turm liegt mitten auf einer klassischen Route durch den Südteil des Parks.
Monopteros
ca. 8–10 Min. zu Fuß
Der klassizistische Tempel bietet freie Aussicht auf Park und Altstadtsilhouette.
MonopterosKleinhesseloher See
ca. 10–15 Min. zu Fuß
Der größte See des Englischen Gartens bietet Uferwege, Boote und eine ruhigere Parkatmosphäre.
Kleinhesseloher SeeEnglischer Garten
Direkt rundherum
Der Turm ist eine der wichtigsten Stationen des großen Landschaftsparks.
Englischer Garten
Häufige Fragen zum Chinesischen Turm
Der Turm selbst ist vor allem Außenmonument; der Aufenthalt hängt oft mit Park und Biergarten zusammen.
Kann man auf den Chinesischen Turm steigen?
Regulär nein.
Wie hoch ist der Turm?
Rund 25 Meter.
Ist der heutige Turm original?
Nein. Der historische Bau wurde 1944 zerstört; die heutige Rekonstruktion wurde 1952 eröffnet.
Wie viel Zeit braucht man?
Für den Turm selbst etwa 20 Minuten, mit Biergarten oder Parkspaziergang deutlich länger.