NS-Dokumentationszentrum
Das NS-Dokumentationszentrum München steht am historischen Ort des „Braunen Hauses“, der früheren Parteizentrale der NSDAP. Die Dauerausstellung „München und der Nationalsozialismus“ erklärt, warum die Stadt für Entstehung, Aufstieg und Herrschaft des Nationalsozialismus eine besondere Rolle spielte. Der Eintritt ist frei.
NS-Dokumentationszentrum auf einen Blick
- Adresse
- Max-Mannheimer-Platz 1, 80333 München
- Öffnungszeiten
- Dienstag bis Sonntag von 10 bis 19 Uhr; an Feiertagen auch montags geöffnet
- Eintritt
- Kostenlos, kein reguläres Ticket erforderlich
- Zeitbedarf
- Etwa 1,5 bis 2,5 Stunden; kompakte Medientouren sind ebenfalls möglich
- Besonders
- Dauerausstellung, historische Lage im ehemaligen NS-Parteiviertel und Mediaguide
Was erwartet Sie im NS-Dokumentationszentrum?
Die Ausstellung setzt bei München als Entstehungs- und Machtort der NSDAP an. Sie erklärt politische Radikalisierung nach dem Ersten Weltkrieg, den Aufstieg der Partei, die Diktatur, Verfolgung und Krieg sowie die Nachgeschichte nach 1945.
Der Ort ist dabei Teil der Ausstellung. Das Gebäude steht dort, wo sich bis 1945 das „Braune Haus“, die Parteizentrale der NSDAP, befand. Rund um Königsplatz und Brienner Straße lagen weitere zentrale Parteibauten.
Tätergeschichte, Verfolgung und gesellschaftliche Verantwortung
Die Ausstellung konzentriert sich nicht auf Hitler als Einzelperson. Sie zeigt Strukturen, Akteure, Institutionen und die Münchner Stadtgesellschaft.
Jüdische Verfolgung, Gewalt gegen politische Gegner, Sinti und Roma, queere Menschen und weitere Opfergruppen gehören ebenso dazu wie Widerstand, Krieg und der Umgang mit der Vergangenheit nach 1945.
Für den Besuch sinnvoll:
- mindestens 90 Minuten einplanen
- den kostenlosen Mediaguide nutzen
- nicht zu viele Stationen erzwingen
- anschließend den Königsplatz bewusst im Stadtraum betrachten
Geschichte am originalen Machtort
Der Standort verändert die Wahrnehmung. Durch große Fenster fällt der Blick auf das ehemalige Parteiviertel, dessen Architektur teilweise erhalten ist.
Die Seite München im Nationalsozialismus vertieft die Ereignisgeschichte und weitere Erinnerungsorte der Stadt.
Das Gebäude steht bewusst nicht an einem neutralen Museumsstandort
Hier befand sich die Parteizentrale der NSDAP, umgeben von weiteren Bauten des Machtapparats. Der heutige weiße Kubus setzt dazu einen deutlichen architektonischen Kontrast.
Gerade der Blick nach draußen macht klar, dass die Ausstellung keine entfernte Geschichte behandelt: Das ehemalige Parteiviertel liegt unmittelbar vor den Fenstern.
In der Nähe
Das NS-Dokumentationszentrum liegt direkt am Königsplatz und lässt sich besonders gut mit dessen Architektur- und Erinnerungsgeschichte verbinden.
Königsplatz
Direkt gegenüber
Der klassizistische Platz wurde während der NS-Zeit zum monumentalen Aufmarsch- und Kultort umgestaltet.
KönigsplatzLenbachhaus
ca. 5 Min. zu Fuß
Das Kunstmuseum mit der Sammlung zum Blauen Reiter liegt am selben Platzraum und zeigt eine andere kulturelle Geschichte der Maxvorstadt.
LenbachhausGlyptothek
ca. 5 Min. zu Fuß
Das klassizistische Antikenmuseum hilft, den ursprünglichen Kunst- und Bildungsanspruch des Königsplatzes vor seiner NS-Umdeutung zu verstehen.
Glyptothek
Häufige Fragen zum NS-Dokumentationszentrum
Der Besuch ist kostenlos und braucht keine Vorabbuchung für Einzelpersonen. Inhaltlich lohnt jedoch ausreichend Zeit.
Kostet der Eintritt?
Nein. Der Eintritt in die Ausstellungen ist kostenlos.
Muss man ein Ticket reservieren?
Für Einzelbesucher ist regulär keine Vorabbuchung nötig.
Wie viel Zeit sollte man einplanen?
Etwa eineinhalb bis zweieinhalb Stunden. Der Mediaguide bietet auch kürzere thematische Rundgänge.
Warum steht das Museum am Königsplatz?
Weil sich hier das Parteiviertel der NSDAP befand und am heutigen Museumsstandort das „Braune Haus“ stand.