Glyptothek
Die Glyptothek am Königsplatz ist Münchens ältestes öffentliches Museum und konzentriert sich vollständig auf antike Skulptur. Griechische und römische Werke wie der Barberinische Faun und die Giebelfiguren vom Aphaiatempel auf Ägina stehen in ruhigen Sälen rund um einen begrünten Innenhof. Für Antikenfans gehört das Haus zu den wichtigsten Museen der Stadt.
Glyptothek auf einen Blick
- Adresse
- Königsplatz 3, 80333 München
- Öffnungszeiten
- Dienstag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr, Donnerstag bis 20 Uhr; Montag geschlossen
- Eintritt
- Kostenpflichtig, sonntags stark vergünstigt; gemeinsamer Besuch mit den Antikensammlungen möglich
- Zeitbedarf
- Etwa 1,5 bis 2 Stunden
- Besonders
- Barberinischer Faun, Ägineten, römische Porträts und klassizistische Museumsarchitektur
Was erwartet Sie in der Glyptothek?
König Ludwig I. ließ das Museum für seine Sammlung antiker Skulpturen errichten. Leo von Klenze entwarf einen klassizistischen Bau, dessen Außenfassade wie ein antiker Tempel wirkt.
Im Inneren stehen die Werke nicht dicht nebeneinander. Die überschaubaren Säle geben einzelnen Skulpturen viel Raum und erleichtern den Vergleich zwischen archaischer, klassischer, hellenistischer und römischer Kunst.
Diese Werke lohnen besonders
Zu den bekanntesten Stücken gehören:
- der Barberinische Faun
- die Giebelfiguren des Aphaiatempels von Ägina
- die sogenannte Trunkene Alte
- griechische Grabreliefs
- römische Porträts und Kaiserbildnisse
Die Ägineten sind kunsthistorisch besonders bedeutend, weil an ihnen der Wandel der griechischen Skulptur um 500 v. Chr. sehr anschaulich wird.
Ein Museum, das Ruhe zulässt
Der Innenhof und die klare Raumfolge machen die Glyptothek angenehm überschaubar. Sie eignet sich deshalb auch für Besucher, die Antike konzentriert erleben möchten, ohne einen riesigen Museumskomplex zu durchlaufen.
Direkt gegenüber liegen die Staatlichen Antikensammlungen. Beide Häuser ergänzen sich fast ideal: hier Skulptur, dort vor allem Vasen, Kleinkunst und Alltagsobjekte.
Schon das Gebäude inszeniert Antike
Leo von Klenze entwarf die Glyptothek nicht als neutrale Hülle. Säulen, Giebel und klare Proportionen sollten die Sammlung architektonisch in eine idealisierte antike Welt übersetzen.
Dadurch gehört der Bau selbst zum Besuch: Man betrachtet nicht nur Skulpturen, sondern auch die Vorstellung des 19. Jahrhunderts davon, wie Antike präsentiert werden sollte.
In der Nähe
Die Glyptothek liegt unmittelbar im Kunstareal und lässt sich mit mehreren Häusern ohne Umweg kombinieren.
Staatliche Antikensammlungen
Direkt gegenüber
Vasen, Schmuck und Kleinkunst ergänzen die Skulpturensammlung um andere Seiten der antiken Kultur.
Staatliche AntikensammlungenKönigsplatz
Direkt vor dem Museum
Propyläen und die klassizistische Platzanlage erklären den städtebaulichen Kontext der Glyptothek.
KönigsplatzLenbachhaus
ca. 3 Min. zu Fuß
Der Sprung vom antiken Ideal zur Kunst des Blauen Reiters liegt nur wenige Schritte entfernt.
Lenbachhaus
Häufige Fragen zur Glyptothek
Das Museum ist relativ kompakt und eignet sich gut für einen konzentrierten Kunstbesuch.
Was zeigt die Glyptothek?
Griechische und römische Skulptur von der archaischen Zeit bis in die römische Kaiserzeit.
Wie lange braucht man?
Etwa eineinhalb bis zwei Stunden.
Kann man Glyptothek und Antikensammlungen kombinieren?
Ja. Beide Häuser liegen sich am Königsplatz direkt gegenüber und sind inhaltlich aufeinander abgestimmt.
Ist das Museum sonntags günstiger?
Ja. Sonntags gilt ein stark vergünstigter Eintritt.