Karlsplatz (Stachus)
Der Karlsplatz, in München fast immer Stachus genannt, ist der westliche Eingang zur Altstadt. Karlstor, großer Brunnen, Justizpalast und die unterirdischen Stachus Passagen treffen hier auf einen der wichtigsten Verkehrsknoten der Stadt. Durch das Karlstor beginnt direkt die Fußgängerzone Richtung Marienplatz.
Stachus auf einen Blick
- Lage
- Zwischen Hauptbahnhof und Altstadt, am westlichen Ende der Fußgängerzone
- Zugang
- Der Platz ist frei zugänglich
- ÖPNV
- S-Bahn, U4, U5 und mehrere Tramlinien
- Zeitbedarf
- Etwa 20 bis 30 Minuten als eigener Stopp; ideal als Start eines Altstadtspaziergangs
- Besonders sehenswert
- Karlstor, Stachus-Brunnen, Justizpalast und die Achse der Neuhauser Straße
Was erwartet Sie am Stachus?
Der Stachus ist weniger ein stiller Schmuckplatz als eine große urbane Scharnierstelle. Oberirdisch treffen Fußgängerzone und Altstadtring aufeinander, unterirdisch verbinden Bahnhof, U-Bahn, S-Bahn und Einkaufspassagen mehrere Ebenen.
Das Karlstor markiert den historischen Übergang in die Altstadt. Es gehörte zur mittelalterlichen Stadtbefestigung und hieß ursprünglich Neuhauser Tor. Heute führt der Weg direkt weiter über Neuhauser und Kaufingerstraße zum Marienplatz.
Warum der Karlsplatz trotzdem Stachus heißt
Der offizielle Name Karlsplatz erinnert an Kurfürst Karl Theodor. Die Münchner hielten jedoch am älteren Namen Stachus fest. Er geht auf eine frühere Gastwirtschaft des Wirts Mathias Eustachius Föderl zurück, dessen Rufname „Stachus“ auf den Platz überging.
Der Name setzte sich so vollständig durch, dass sogar die Haltestelle Karlsplatz (Stachus) heißt.
Vor Ort lohnen:
- der große Wasserdom des Stachus-Brunnens
- das Karlstor und die Münchner Stadttore
- der Blick zum neobarocken Justizpalast
- die Fußgängerzone Richtung Marienplatz
- die unterirdische Stadt unter dem Platz
Münchens Großstadt unter der Oberfläche
Das 1970 eröffnete Stachusbauwerk machte den Platz zu einem der wichtigsten unterirdischen Knoten Münchens. Zwei Jahre später entstand oberirdisch die neue Fußgängerzone.
Gerade dieses Nebeneinander aus mittelalterlichem Stadttor, Nachkriegsverkehr und Einkaufsstadt macht den Stachus spannender, als ein kurzer Durchgang vermuten lässt.
Am Stachus liegt die moderne Stadt direkt unter der historischen
Oben steht das mittelalterliche Karlstor, daneben rauscht der Altstadtring. Darunter treffen Bahnsteige, Passagen und Einkaufsebenen aufeinander.
Diese vertikale Mischung erklärt den Charakter des Platzes besser als seine Fassaden: Der Stachus ist weniger Postkartenmotiv als Infrastruktur, Treffpunkt und Eingang zur Altstadt zugleich.
In der Nähe
Vom Stachus lassen sich mehrere sehr unterschiedliche Ziele in wenigen Minuten erreichen.
Justizpalast
ca. 3 Min. zu Fuß
Der monumentale neobarocke Gerichtsbaus liegt direkt gegenüber und ist zugleich ein wichtiger Erinnerungsort der Weißen Rose.
JustizpalastAlter Botanischer Garten
ca. 5 Min. zu Fuß
Die historische Grünanlage mit altem Baumbestand und Neptunbrunnen bietet eine ruhige Pause zwischen Hauptbahnhof und Kunstareal.
Alter Botanischer GartenLenbachplatz
ca. 5 Min. zu Fuß
Wittelsbacherbrunnen, Künstlerhaus und historische Geschäftsbauten machen den Platz zu einem guten Übergang Richtung Brienner Straße.
Lenbachplatz
Häufige Fragen zum Stachus
Der Stachus ist vor allem als Start- oder Verbindungspunkt stark. Für einen isolierten Besuch braucht es wenig Zeit.
Sind Karlsplatz und Stachus dasselbe?
Ja. Karlsplatz ist der offizielle Name, Stachus die in München übliche Bezeichnung.
Warum heißt der Platz Stachus?
Nach einer früheren Gastwirtschaft des Wirts Mathias Eustachius Föderl.
Wie weit ist es vom Stachus zum Marienplatz?
Zu Fuß durch die Fußgängerzone ungefähr 10 bis 15 Minuten.
Was lohnt sich am Stachus besonders?
Karlstor, Brunnen und der Blick zum Justizpalast. Interessant ist außerdem die mehrgeschossige Verkehrs- und Einkaufsebene unter dem Platz.