Alte Pinakothek
Die Alte Pinakothek gehört zu den bedeutendsten Gemäldegalerien Europas. Ihre Sammlung zeigt europäische Malerei vom 14. bis zum 18. Jahrhundert, darunter Werke von Dürer, Raffael, Rubens, Rembrandt und weiteren Alten Meistern. Leo von Klenzes Museumsbau von 1836 war selbst wegweisend und prägte viele spätere Galeriegebäude.
Alte Pinakothek auf einen Blick
- Adresse
- Barer Straße 27, 80333 München
- Öffnungszeiten
- Täglich außer Montag; an ausgewählten Wochentagen verlängerte Öffnung
- Eintritt
- Kostenpflichtig, sonntags stark vergünstigt
- Zeitbedarf
- Etwa 2 Stunden für einen guten Überblick, länger bei vertieftem Interesse
- Besonders
- Dürer, Rubens, Raffael, Rembrandt und der historische Galeriebau
Was erwartet Sie in der Alten Pinakothek?
Die Sammlung ist chronologisch und nach Schulen gegliedert. Deutsche, niederländische, flämische, italienische, französische und spanische Malerei lassen sich dadurch gut miteinander vergleichen.
Besonders stark ist der Bestand an Rubens. Auch Dürers Selbstbildnis im Pelzrock, Werke Raffaels, Rembrandts und anderer zentraler Künstler gehören zu den bekannten Höhepunkten.
Architektur für große Bilder
Leo von Klenze entwarf die Alte Pinakothek als spezialisiertes Museum für Malerei. Große Oberlichtsäle und kleinere Kabinette sollten unterschiedliche Bildformate möglichst günstig präsentieren.
Nach schweren Kriegszerstörungen wurde das Gebäude unter Hans Döllgast bewusst zurückhaltend wiederhergestellt. Ziegelmauerwerk und vereinfachte Partien machen die Schäden und den Wiederaufbau noch heute ablesbar.
Für einen ersten Besuch:
- zwei oder drei Sammlungsbereiche priorisieren
- einzelne Hauptwerke bewusst auswählen
- Architektur und Wiederaufbau mitbeachten
- danach ein weiteres Haus im Kunstareal anschließen
Kein Museum für Tempo
Die Alte Pinakothek funktioniert am besten, wenn man weniger Bilder länger betrachtet. Ein kompletter Rundgang durch alle Räume kann schnell ermüden.
Direkt gegenüber liegt die Pinakothek der Moderne, sodass sich Alte Meister und moderne Kunst leicht an zwei getrennten Besuchsblöcken vergleichen lassen.
Die Alte Pinakothek versteckt ihre Kriegszerstörung nicht vollständig
Hans Döllgast ergänzte beschädigte Fassaden nach 1945 mit schlichterem Ziegelmauerwerk. Alt und neu bleiben dadurch bewusst unterscheidbar.
Diese Haltung macht den Museumsbau selbst zu einem Dokument der Nachkriegszeit – lange bevor man überhaupt vor einem Gemälde steht.
In der Nähe
Die Alte Pinakothek liegt mitten im Kunstareal und ist von weiteren Museen umgeben.
Pinakothek der Moderne
ca. 3 Min. zu Fuß
Vier Sammlungen zu moderner Kunst, Design, Architektur und Grafik bilden den direktesten Kontrast.
Pinakothek der ModerneMuseum Brandhorst
ca. 5 Min. zu Fuß
Gegenwartskunst, Cy Twombly und Andy Warhol führen die Kunstgeschichte bis in die jüngste Zeit weiter.
Museum BrandhorstKönigsplatz
ca. 7 Min. zu Fuß
Klassizistische Architektur und Antikensammlungen verbinden Museumsbesuch mit Stadtgeschichte.
Königsplatz
Häufige Fragen zur Alten Pinakothek
Für einen ersten Besuch lohnt eine klare Auswahl. Die Sammlung ist zu groß, um jedes Werk gleich intensiv anzusehen.
Welche Kunst zeigt die Alte Pinakothek?
Europäische Malerei vom 14. bis zum 18. Jahrhundert.
Welche Künstler sollte man kennen?
Unter anderem Dürer, Rubens, Raffael, Rembrandt, Tizian und weitere zentrale Alte Meister.
Wie viel Zeit sollte man einplanen?
Etwa zwei Stunden für einen guten Überblick.
Ist die Alte Pinakothek sonntags günstiger?
Ja. Für die Pinakotheken gilt sonntags traditionell ein stark ermäßigter Eintritt.