Theatinerkirche
Die Theatinerkirche St. Kajetan prägt mit ihrer gelben Fassade den Odeonsplatz. Im Inneren überrascht sie mit fast vollständig weißem Stuck, hohen Säulen und einer mächtigen Kuppel. Errichtet wurde sie ab 1663 als Dank für die Geburt des Thronfolgers Max Emanuel; zugleich gehört die Kirche zu den wichtigen Grablegen der Wittelsbacher.
Theatinerkirche auf einen Blick
- Adresse
- Theatinerstraße 22, 80333 München
- Zugang
- Kirchenraum tagsüber frei zugänglich; während Gottesdiensten keine touristische Besichtigung
- Eintritt
- Kirche kostenlos, Fürstengruft kostenpflichtig
- Zeitbedarf
- Etwa 30 bis 45 Minuten, mit Gruft entsprechend länger
- Besonders
- Gelbe Rokokofassade, weißer Barockinnenraum, Hochaltar, Kuppel und Wittelsbachergruft
Was erwartet Sie in der Theatinerkirche?
Außen ist die Kirche kaum zu übersehen: Die gelbe Fassade bildet zusammen mit Feldherrnhalle und Residenz die charakteristische Kulisse des Odeonsplatzes. Innen wechselt die Wirkung vollständig. Weißer Stuck, klare Säulen und hohe Gewölbe machen den Raum heller und strenger, als die farbige Fassade vermuten lässt.
Agostino Barelli begann den Bau nach italienischen Vorbildern, später führten Enrico Zuccalli und weitere Baumeister das Projekt fort. Die heutige Fassade entstand erst im 18. Jahrhundert nach Entwürfen von François de Cuvilliés.
Die Fürstengruft der Wittelsbacher
Unter der Kirche liegt eine der bedeutenden Grablegen des bayerischen Herrscherhauses. Dort ruhen unter anderem Kurfürsten, Könige, Prinzregent Luitpold und Kaiser Karl VII.
Der Besuch der Gruft ist ein eigener, kostenpflichtiger Teil. Wer sich für die Dynastie interessiert, kann ihn gut mit der Residenz München verbinden.
Achten Sie besonders auf:
- die weiße Stuckarchitektur
- die zentrale Kuppel
- den monumentalen Hochaltar
- die gelbe Fassade vom Odeonsplatz aus
- die Fürstengruft
Ein Stück Italien in München
Die Theatinerkirche gehört zu den deutlichsten Beispielen für den italienischen Einfluss auf Münchens Residenzarchitektur. Das beginnt bei den Baumeistern und setzt sich in Raumwirkung und Fassadengestaltung fort.
Direkt davor liegt der Odeonsplatz, dessen gesamtes Ensemble stark von italienischen Vorbildern geprägt ist.
Der stärkste Kontrast liegt hinter der gelben Fassade
Wer den farbigen Außenbau betritt, steht plötzlich in einem fast vollständig weißen Kirchenraum. Säulen, Stuck und Gewölbe leben weniger von Farbe als von Licht und plastischer Tiefe.
Dadurch wirkt die Kirche zugleich prachtvoll und überraschend ruhig – eine ungewöhnliche Kombination im Münchner Barock.
In der Nähe
Die Theatinerkirche liegt an einem der dichtesten Architekturensembles der Altstadt.
Odeonsplatz
Direkt vor der Kirche
Feldherrnhalle, Residenz und Ludwigstraße bilden den städtebaulichen Rahmen der Kirche.
OdeonsplatzFeldherrnhalle
ca. 1 Min. zu Fuß
Die offene Loggia nach Florentiner Vorbild ergänzt den italienischen Charakter des Platzes.
FeldherrnhalleResidenz München
ca. 2 Min. zu Fuß
Der ehemalige Herrschaftssitz der Wittelsbacher macht die dynastische Verbindung der Kirche besonders verständlich.
Residenz München
Häufige Fragen zur Theatinerkirche
Die Kirche ist ein aktiver Gottesdienstort. Für den Besuch der Gruft gelten eigene Zeiten und Eintrittsregeln.
Kostet die Theatinerkirche Eintritt?
Der Kirchenraum ist kostenlos zugänglich. Für die Fürstengruft wird Eintritt erhoben.
Warum ist die Kirche gelb?
Die farbige Rokokofassade entstand im 18. Jahrhundert und wurde zu einem der prägendsten Elemente des Odeonsplatzes.
Wer liegt in der Fürstengruft?
Zahlreiche Angehörige der Wittelsbacher, darunter Kurfürsten, Könige und Prinzregent Luitpold.
Wie viel Zeit sollte man einplanen?
Etwa 30 bis 45 Minuten, mit Gruft entsprechend länger.