Viktualienmarkt
Der Viktualienmarkt ist Münchens bekanntester Lebensmittelmarkt und liegt nur wenige Schritte vom Marienplatz entfernt. Seit 1807 wird am heutigen Standort mit Obst, Gemüse, Käse, Fleisch, Fisch, Backwaren, Blumen und Spezialitäten gehandelt. Maibaum, Figurenbrunnen und Biergarten machen den Markt zugleich zu einem Stück gelebter Stadtkultur.
Viktualienmarkt auf einen Blick
- Lage
- Zwischen Marienplatz, Heilig-Geist-Kirche und Frauenstraße
- Öffnung
- Montag bis Samstag; einzelne Stände haben eigene Zeiten
- Eintritt
- Frei zugänglich
- Zeitbedarf
- Etwa 45 bis 90 Minuten, mit Essen oder Biergarten länger
- Besonders
- Über 100 Händler, sechs Figurenbrunnen, Maibaum und zentraler Biergarten
Was erwartet Sie auf dem Viktualienmarkt?
Der Markt wirkt wie ein dichtes kleines Viertel aus Ständen, Pavillons, Wegen und Sitzplätzen. Wer nur hindurchläuft, erlebt ihn in wenigen Minuten; wer einkauft, probiert und genauer hinsieht, kann problemlos eine Stunde bleiben.
Das Angebot reicht von klassischen Lebensmitteln bis zu Feinkost, Gewürzen, Blumen und kleinen Imbissen. Viele Händler haben eigene Öffnungszeiten, deshalb lohnt sich ein Besuch eher vormittags oder mittags als kurz vor Marktschluss.
Vom Marienplatz hierher verlegt
1807 ließ König Max I. Joseph einen Teil des Markthandels vom heutigen Marienplatz auf das Gelände beim Heilig-Geist-Spital verlegen. Der alte Platz war für den wachsenden Handel zu eng geworden.
Der Markt wurde in den folgenden Jahrzehnten mehrfach erweitert. Nach schweren Schäden im Zweiten Weltkrieg entschied sich München für den Wiederaufbau. Seit 1975 ist das Marktgelände Fußgängerbereich.
Achten Sie auf:
- Maibaum in der Marktmitte
- Figurenbrunnen Münchner Volkssänger und Komiker
- Biergarten mit wechselnden Münchner Bieren
- die unterschiedlichen kleinen Marktbereiche
- die enge Verbindung zur Heilig-Geist-Kirche
Markt statt bloßer Sehenswürdigkeit
Der Viktualienmarkt ist auch heute ein Einkaufsort. Das unterscheidet ihn von rein touristischen Kulissen. Wer morgens kommt, erlebt stärker den Lebensmittelhandel; zur Mittagszeit rückt Gastronomie mehr in den Vordergrund.
Ein guter Besuch verbindet Beobachten und tatsächlichen Einkauf. Schon ein Käse, Brot oder Obst für unterwegs vermittelt mehr vom Marktcharakter als ein reiner Fotostopp.
Der Viktualienmarkt lebt davon, dass er weiterhin benutzt wird
Stände werden beliefert, Stammkunden kaufen ein, Beschäftigte aus der Innenstadt holen Mittagessen und Besucher probieren Münchner Spezialitäten. Diese Mischung verhindert, dass der Markt zur reinen historischen Kulisse wird.
Seine stärkste Qualität liegt deshalb im Alltag: Handel, Essen, Begegnung und Tourismus teilen sich denselben Raum. Auch Brunnen, Bäume und kleine Wege gehören sichtbar zu diesem gewachsenen Arbeits- und Aufenthaltsort.
In der Nähe
Der Markt liegt im dichtesten Altstadtzentrum.
Marienplatz
ca. 3 Min. zu Fuß
Neues Rathaus, Glockenspiel und Mariensäule liegen nur wenige Schritte nördlich.
MarienplatzHeilig-Geist-Kirche
Direkt am Markt
Die historische Kirche bildet eine der markantesten Platzkanten.
Heilig-Geist-KircheAlter Peter
ca. 3 Min. zu Fuß
Vom Turm der ältesten Pfarrkirche sehen Sie den Markt besonders gut von oben.
Alter Peter
Häufige Fragen zum Viktualienmarkt
Ein Besuch braucht wenig Planung, wenn Sie zeitlich etwas flexibel sind.
Wann ist die beste Zeit?
Vormittags bis früher Nachmittag, wenn viele Stände geöffnet sind und der Handel lebendig ist.
Ist der Markt sonntags geöffnet?
Die regulären Marktstände sind sonntags geschlossen.
Kann man dort auch essen?
Ja. Es gibt zahlreiche Imbisse und einen großen Biergarten.
Wie viel Zeit sollte man einplanen?
Für einen Überblick etwa 45 Minuten, mit Essen und Einkauf eher 90 Minuten oder länger.