Hofbräuhaus
Das Hofbräuhaus am Platzl ist Münchens bekanntestes Wirtshaus und geht auf eine herzogliche Brauerei von 1589 zurück. Seit 1828 ist das Haus öffentliches Wirtshaus. In der großen Schwemme, im Bräustüberl und im Wirtsgarten treffen Bierkultur, Wirtshausmusik, Stammtische und starker Besucherandrang aufeinander.
Hofbräuhaus auf einen Blick
- Adresse
- Platzl 9, 80331 München
- Öffnung
- Täglich geöffnet
- Reservierung
- In der Schwemme und im Wirtsgarten freie Platzwahl; Reservierungen vor allem im Bräustüberl
- Zeitbedarf
- Etwa 1 bis 2 Stunden für Essen oder Bier, länger bei gemütlichem Aufenthalt
- Besonders
- Historische Schwemme, tägliche Musik, Stammtische und jahrhundertealte Brauereigeschichte
Was erwartet Sie im Hofbräuhaus?
Die Schwemme im Erdgeschoss ist der bekannteste Raum. Unter Kreuzgewölben stehen lange Tische, in der Mitte spielt regelmäßig Wirtshausmusik. Wer keinen festen Tisch hat, setzt sich häufig zu anderen Gästen dazu.
Im ersten Stock liegt das ruhigere Bräustüberl, darüber weitere Veranstaltungsräume. Der Innenhof dient als Wirtsgarten.
Vom Hofbier zum öffentlichen Wirtshaus
Herzog Wilhelm V. gründete 1589 eine Hofbrauerei, um den bayerischen Hof zu versorgen. 1828 erlaubte König Ludwig I. den öffentlichen Ausschank und die Bewirtung.
Ende des 19. Jahrhunderts zog die eigentliche Brauerei aus dem Platzl aus. Die ehemalige Braufläche wurde zum großen Wirtshaus umgebaut; die Schwemme eröffnete 1897 in ihrer heutigen Grundidee.
Für einen ersten Besuch:
- Schwemme ansehen
- bei freier Platzwahl Geduld mitbringen
- Tischgemeinschaft akzeptieren
- Musik eher als Teil des Wirtshausbetriebs verstehen als als Bühnenshow
- Stoßzeiten vermeiden, wenn Sie ruhiger sitzen möchten
Berühmt und trotzdem Wirtshaus
Der starke Tourismus prägt das Hofbräuhaus deutlich. Gleichzeitig gibt es weiterhin Stammtische, Bierzeichen und feste Gewohnheiten des Hauses.
Wer das Gebäude nur fotografiert, erlebt deshalb nur einen Teil. Ein Platz am Tisch und ein Blick auf den laufenden Betrieb vermitteln mehr über die Wirtshauskultur.
Die Schwemme funktioniert nach einem einfachen sozialen Prinzip
Viele Tische sind groß, freie Plätze werden geteilt und Reservierungen spielen im Erdgeschoss kaum eine Rolle. Dadurch sitzen Menschen nebeneinander, die sich vorher nicht kannten.
Diese Nähe prägt den Charakter des Hauses seit Generationen – gerade in einem Wirtshaus, das täglich Gäste aus aller Welt empfängt. Gleichzeitig bleibt genug Eigenleben erhalten, damit Schwemme, Musik, Stammtische und gemeinsames Sitzen mehr sind als eine für Besucher inszenierte Folklore.
In der Nähe
Das Hofbräuhaus liegt mitten im historischen Platzlviertel.
Alter Hof
ca. 3 Min. zu Fuß
Der mittelalterliche Wittelsbacher-Sitz erklärt den höfischen Hintergrund der frühen Brauereigeschichte.
Alter HofMarienplatz
ca. 5 Min. zu Fuß
Rathaus und Glockenspiel liegen nur wenige Schritte westlich.
MarienplatzMax-Joseph-Platz
ca. 5 Min. zu Fuß
Nationaltheater und Residenz zeigen die repräsentative Seite des ehemaligen Hofviertels.
Max-Joseph-Platz
Häufige Fragen zum Hofbräuhaus
Für einen spontanen Besuch ist die Schwemme meist unkomplizierter als ein reservierter Tisch.
Muss man reservieren?
In der Schwemme und im Wirtsgarten gilt freie Platzwahl. Reservierungen sind vor allem im Bräustüberl möglich.
Seit wann gibt es das Hofbräuhaus?
Die Hofbrauerei wurde 1589 gegründet; seit 1828 ist das Haus öffentliches Wirtshaus.
Gibt es täglich Musik?
Traditionelle Wirtshausmusik gehört regelmäßig zum Betrieb.
Wie viel Zeit sollte man einplanen?
Für ein Getränk oder Essen etwa ein bis zwei Stunden.