Bogenhausener Friedhof & St. Georg
Der Bogenhausener Friedhof liegt rund um die kleine Kirche St. Georg am alten Dorfkern auf dem Isarhochufer. Mit nur wenigen hundert Grabstellen gehört er zu den kleinsten Friedhöfen Münchens. Bekannt ist er durch die Gräber zahlreicher Künstler, Schriftsteller und Münchner Persönlichkeiten – darunter Erich Kästner, Liesl Karlstadt und Rainer Werner Fassbinder.
Friedhof und St. Georg auf einen Blick
- Adresse
- Bogenhauser Kirchplatz 1, 81675 München
- Zugang
- Friedhof tagsüber mit saisonal unterschiedlichen Schließzeiten
- Eintritt
- Kostenlos
- Zeitbedarf
- Etwa 30 bis 45 Minuten
- Besonders
- St. Georg, schlichte Grabmale, alte Dorfstruktur und Gräber bekannter Münchner Persönlichkeiten
Was erwartet Sie am Bogenhausener Kirchplatz?
Der Ort wirkt deutlich älter und dörflicher als die repräsentativen Villen entlang der Prinzregentenstraße. Kirche, Friedhof und wenige umliegende Häuser erinnern daran, dass Bogenhausen lange ein eigenständiges Dorf war.
Der Friedhof dürfte bereits seit dem Mittelalter bestehen. Heute umfasst er einen städtischen und einen kirchlichen Teil und bleibt räumlich sehr klein.
St. Georg als Rokokojuwel
Die ehemalige Dorfkirche wurde zwischen 1766 und 1771 nach Plänen von Johann Michael Fischer umgestaltet. Im Inneren arbeiteten bedeutende Künstler des bayerischen Rokoko, darunter Johann Baptist Straub und Ignaz Günther.
Der Kirchenraum ist klein, aber reich ausgestattet. Gerade dieser Gegensatz zum zurückhaltenden Friedhof macht den Besuch besonders.
Auf dem Friedhof liegen unter anderem:
- Erich Kästner
- Liesl Karlstadt
- Rainer Werner Fassbinder
- Oskar Maria Graf
- Helmut Dietl
- Bernd Eichinger
Friedhof als Erinnerungsort, nicht Prominentenliste
Bekannte Namen ziehen viele Besucher an, doch der Ort bleibt ein aktiver Friedhof. Rücksicht, leises Verhalten und respektvolle Fotografie sind selbstverständlich.
Spannend ist außerdem die schlichte Gestaltung vieler Gräber. Der Friedhof wirkt dadurch eher wie ein historischer Dorfkirchhof als wie ein repräsentativer Ehrenfriedhof.
Kirche und Friedhof zeigen eine Seite des Viertels, die leicht übersehen wird
Bogenhausen wird oft mit Villen, Prinzregentenstraße und repräsentativer Architektur verbunden. Am Kirchplatz erscheint dagegen der frühere Dorfkern.
Die kleine Kirche, engen Wege und schlichten Gräber machen sichtbar, wie stark sich der Stadtteil seit seiner Eingemeindung verändert hat. Gerade die geringe Größe des Kirchhofs verstärkt diesen Eindruck: Geschichte erscheint hier konzentriert, persönlich und eng mit dem gewachsenen Ort verbunden.
In der Nähe
Der Kirchplatz liegt am Isarhochufer in Alt-Bogenhausen.
Villa Stuck
ca. 12–15 Min. zu Fuß
Das Künstlerhaus von Franz von Stuck zeigt die repräsentative Seite Bogenhausens um 1900.
Villa StuckFriedensengel
ca. 10–15 Min. zu Fuß
Denkmal und Aussichtsterrasse liegen an derselben Hochuferkante.
FriedensengelMaximiliansanlagen
ca. 8–10 Min. zu Fuß
Die Grünanlage am Isarhang verbindet Kirchplatz und Friedensengel landschaftlich.
Maximiliansanlagen
Häufige Fragen zum Bogenhausener Friedhof und St. Georg
Der Ort ist klein und ruhig; ein respektvoller Besuch braucht wenig Planung.
Welche bekannten Menschen liegen dort?
Unter anderem Erich Kästner, Liesl Karlstadt, Rainer Werner Fassbinder, Oskar Maria Graf und Helmut Dietl.
Wie alt ist der Friedhof?
Seine Geschichte reicht wahrscheinlich bis ins Mittelalter zurück.
Kostet der Besuch Eintritt?
Nein.
Wie lange sollte man einplanen?
Etwa 30 bis 45 Minuten für Friedhof und Kirche.