Lenbachplatz
Der Lenbachplatz verbindet Stachus, Brienner Straße und Maxvorstadt. Sein bekanntestes Motiv ist der monumentale Wittelsbacherbrunnen. Daneben prägen Künstlerhaus, Neue Maxburg und historische Geschäftsbauten den Platz. Wenige Schritte entfernt erinnert ein Gedenkort an die 1938 auf Befehl Hitlers abgerissene Münchner Hauptsynagoge.
Lenbachplatz auf einen Blick
- Lage
- Zwischen Karlsplatz, Brienner Straße und Maximiliansplatz
- Zugang
- Der Platz ist frei zugänglich
- ÖPNV
- Karlsplatz (Stachus) liegt wenige Minuten entfernt; mehrere Tramlinien queren die Umgebung
- Zeitbedarf
- Etwa 20 bis 30 Minuten, länger mit Justizpalast oder Botanischem Garten
- Besonders
- Wittelsbacherbrunnen, Künstlerhaus, Neue Maxburg und Synagogen-Erinnerungsort
Was erwartet Sie am Lenbachplatz?
Der Platz besitzt keine einheitliche Fassadenfront. Seine Wirkung entsteht aus mehreren starken Einzelbauten und dem großen Wittelsbacherbrunnen.
Der Brunnen wurde Ende des 19. Jahrhunderts von Adolf von Hildebrand gestaltet. Monumentale Figuren verkörpern elementare Kräfte des Wassers und machen ihn zu einem der eindrucksvollsten Brunnen Münchens.
Künstlerhaus und Neue Maxburg
Das Münchner Künstlerhaus wurde 1900 eröffnet und war Treffpunkt von Künstlern, Großbürgertum und gesellschaftlichem Leben. Nach Kriegszerstörungen wurde es wiederaufgebaut und dient heute als Kultur- und Veranstaltungsort.
Die Neue Maxburg wiederum ist ein wichtiges Beispiel der Münchner Nachkriegsarchitektur. Sie entstand in den 1950er-Jahren auf dem Gelände der zerstörten Herzog-Max-Burg.
Erinnerungsort der Hauptsynagoge
Nahe dem Lenbachplatz stand an der Herzog-Max-Straße die große Hauptsynagoge Münchens. Sie wurde 1938 auf direkten Befehl Hitlers abgerissen – noch vor den Novemberpogromen.
Der Erinnerungsort macht diesen Verlust im Stadtzentrum sichtbar. Wer den historischen Zusammenhang vertiefen möchte, findet unter München im Nationalsozialismus den größeren Kontext.
Am Lenbachplatz stehen Historismus und Nachkriegsmoderne direkt nebeneinander
Künstlerhaus und Brunnen erzählen vom repräsentativen München um 1900, die Neue Maxburg vom Wiederaufbau der 1950er-Jahre.
Diese Brüche machen den Platz spannender als ein geschlossenes historisches Ensemble: Münchner Stadtgeschichte erscheint hier nicht als Kulisse, sondern als sichtbare Folge unterschiedlicher Bauzeiten.
In der Nähe
Der Lenbachplatz ist ein guter Übergang zwischen Altstadt und Maxvorstadt.
Justizpalast
ca. 3 Min. zu Fuß
Der neobarocke Gerichtsgebäude mit großer Glaskuppel verbindet Architekturgeschichte mit der Erinnerung an die Prozesse gegen die Weiße Rose.
JustizpalastAlter Botanischer Garten
ca. 4 Min. zu Fuß
Die historische Grünanlage bietet Neptunbrunnen, alten Baumbestand und eine kurze Pause vom Innenstadtverkehr.
Alter Botanischer GartenKarlsplatz (Stachus)
ca. 5 Min. zu Fuß
Der große Verkehrsknoten markiert mit dem Karlstor den westlichen Eingang zur Fußgängerzone.
Karlsplatz (Stachus)
Häufige Fragen zum Lenbachplatz
Für den Platz selbst reicht ein kurzer Rundgang. Besonders sinnvoll ist die Kombination mit Justizpalast und Botanischem Garten.
Was ist am Lenbachplatz besonders sehenswert?
Wittelsbacherbrunnen, Künstlerhaus, Neue Maxburg und der Erinnerungsort der ehemaligen Hauptsynagoge.
Wo stand die Münchner Hauptsynagoge?
An der Herzog-Max-Straße nahe dem Lenbachplatz. Heute erinnert dort ein Gedenkort an das zerstörte Gebäude.
Wie viel Zeit braucht man?
Etwa 20 bis 30 Minuten für den Platz, länger mit angrenzenden Sehenswürdigkeiten.
Ist der Lenbachplatz ein guter Fotospot?
Ja, besonders der Wittelsbacherbrunnen und das Zusammenspiel unterschiedlicher Architekturepochen bieten starke Motive.